Freiheits- und Einheitsdenkmal soll ein Denkmal für das Volk sein

Die CDU-Fraktion lehnt den Vorschlag des Oberbürgermeisters zur Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals auf dem Matthäikirchhof ab.

CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Tornau

Fraktionsvorsitzender Frank Tornau:
„Der Oberbürgermeister hat seit 2014 keinen Handschlag in dieser Angelegenheit getan. Nachdem es nun in Berlin vorwärts geht, verfällt er in Aktionismus. Das ist diesem wichtigen Thema nicht angemessen. Burkhard Jung soll endlich aufhören, zu verbreiten, dass der erste Wettbewerb an mangelnder Standortakzeptanz gescheitert sei. Das erste Verfahren hat die Stadtverwaltung ganz allein vor den Baum gesetzt. Und es ist an mangelnder Akzeptanz für die Entwürfe gescheitert.“

Dr. Sabine Heymann, Stv. Fraktionsvorsitzende

Dr.Sabine Heymann, Stv. Fraktionsvorsitzende dazu: „Wir haben schon 2014 erklärt, dass der Denkmalscharakter unbedingt deutlicher werden muss. Der Verwaltung ging es aber vorrangig um eine Platzgestaltung und nicht um das Denkmal an sich.“

„Es scheint so, als will der Oberbürgermeister denselben Fehler noch einmal machen. Wir wollen aber für das weitere Verfahren Transparenz und klare Kriterien, die vom Rat festgelegt werden sollen“, so Heymann.

Am Leuschnerplatz als Standort hält die CDU-Fraktion fest.

Tornau: „Die Themen Stasi, Runde Ecke und Friedliche Revolution stehen für sich und brauchen keine verkopften Neuinterpretationen. Wir lehnen es deshalb ab, in der Nähe der „Runden Ecke“ einen „ganz wunderbaren Ort für das Gespräch über Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte“ nach Herrn Oberbürgermeisters Wünschen zu schaffen.“

Das Freiheits- und Einheitsdenkmal soll aus Sicht der CDU-Fraktion ein nationales Denkmal in Leipzig sein, nicht eines für die friedliche Revolution in Leipzig.

Tornau: „Am Leuschnerplatz lösten sich die Montagsdemonstrationen auf. Hier, auf einer Sichtachse mit dem ersten Leipziger Freiheitsdenkmal, dem Völkerschlachtdenkmal, kann ein neues Freiheitsdenkmal seinen Platz finden.“

Bei einem neuen Wettbewerb soll aus Sicht der CDU ein gegenständliches Denkmal ausgeschrieben werden.

„Wir wollen keine exzessive Flächengestaltung, sondern ein Denkmal, das als solches erkennbar ist, eines, das sich selbst erklärt und das man auch fotografieren kann. Nur dann besteht die Chance, dass die Menschen sich damit auch identifizieren“, glaubt Fraktionsvorsitzender Tornau.