CDU-Fraktion kritisiert Kita-Chaos

Die Sozialpolitiker der CDU-Fraktion Leipzig kritisieren das Kita-Chaos in Leipzig, welches sich vergangene Woche in Lößnig in bisher nicht dagewesener Form gezeigt hat. Hunderte Menschen standen Schlange, um einen Kita-Platz für ihre Kinder zu bekommen. Bereits am Donnerstag verwies Fraktionschef Tornau auf die großen Probleme im Bereich der Kita-Versorgung.
„Diese Zustände sind unhaltbar. Die Stadtspitze hat die Entwicklung verschlafen, obwohl die Stadträte immer wieder auf die Problematik hingewiesen haben.“, erklärt Stadtrat Karsten Albrecht, Vorsitzender des Fachausschusses Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule.
Die von der Linksfraktion geforderte „Task Force“ für den Kita-Bau greift dabei den gleichen Vorschlag der CDU zum Schulbau auf. Aus Sicht der CDU-Fraktion ist eine mangelnde Abstimmung der Ämter nach wie vor ein großes Problem.
„Der Oberbürgermeister kann nicht immer nur auf dem politischen Sonnendeck verkehren, sondern muss seine Verwaltung auch führen und durchgreifen. Dazu besteht scheinbar nicht der Wille. Die Stadtverwaltung nimmt die Probleme der Eltern nicht ernsthaft wahr“, ergänzt Stadtrat Michael Weickert, schulpolitischer Sprecher der CDU.
Bei einem zügigen Ausbau der Kapazitäten bei Kita und Krippe wie auch im Schulbau ist die Stadt auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit privaten Investoren angewiesen. Hierzu bedarf es keiner Wahl- oder Klassenkampfrhetorik von links, denn diese schafft keine neuen Kita-Plätze. Auch ist die Stadtverwaltung um Sozialbürgermeister Prof. Fabian gefordert, möglichst zügig die Verträge mit den freien Trägern zu verlängern. Hier darf sich Leipzig keine Blöße erlauben.
„Unsere Aufgabe als Kommunalpolitiker ist die Moderation und das Antreiben in der Kita-Frage. Wir haben Ratsbeschlüsse zur Einbindung privater Investoren gefasst, diese müssen jetzt umgesetzt werden. Aus dieser Verantwortung kann sich Oberbürgermeister Jung nicht stehlen.“, so Albrecht abschließend.