Künftiger Masur-Platz ist ein Ort der Begegnung

Michael Weickert

Michael Weickert

BA Kulturstätten; FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule; FA Kultur

Rede von CDU-Stadtrat Michael Weickert zur Benennung eines Platzes nach Kurt Masur

(Ratsversammlung vom 17.Mai 2017)

Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren!

Heute ist ein guter Tag für die Erinnerungskultur in Leipzig. Die Vorlage zur Benennung Kurt-Masur-Platzes schafft für eine bisher namenlose Fläche einen würdevollen Ort der Erinnerung.

Ich möchte hier nicht noch einmal die Rede von Frau Niermann aus dem vergangenen Jahr zur Lebensleistung Kurt Masurs halten, denn dies ist hier doch in großen Teilen unstrittig.

Worauf ich vielmehr den Fokus legen will ist die Umsetzung. Wir haben als CDU immer den Platz zwischen Universität, Moritzbastei und Gewandhaus bevorzugt. Umso mehr freuen wir uns, dass nach unserem erfolgreichen Antrag im vergangenen Jahr die Verwaltung unseren Vorschlag aufgegriffen hat.

Uns geht es allerdings nicht um den Erfolg als solchen, sondern um unsere Argumente die für dieses Areal als Kurt-Masur-Platz sprechen.

Besonders in den Sommermonaten ist der Platz ein Ort der Begegnung, nicht nur der Studenten der Universität Leipzig.

Mit der Benennung von Straßen und Plätzen halten wir Erinnerungskultur lebendig. Die Friedliche Revolution ist hierbei das wichtigste Ereignis der Leipziger Geschichte nach dem 2. Weltkrieg. Und ohne Masur, wäre der 09. Oktober vielleicht in einem Blutbad geendet. Stattdessen setzten die Leipziger 6 auf die Macht der Worte und der Gewaltlosigkeit.

In Zeiten wir den unseren im Jahr 2017 ist es aus unserer Sicht genau das richtige Signal, solch einen Ort der Erinnerung zu schaffen. Nicht weil wir rückwärts auf das Jahr 1989 blicken. Vielmehr weil wir aus den Ereignissen unsere Schlüsse ziehen und Verantwortung für unser Handeln begründen. Die Verantwortung, politische Entscheidungen nicht abgehoben, sondern im Dialog auf Augenhöhe mit den Menschen in unserer Stadt.