CDU für Wahlmöglichkeit bei Schulnamen

Michael Weickert

Michael Weickert

BA Kulturstätten; FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule; FA Kultur

Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren!

 

Schulnamen geben Orientierung und Identität für eine Schulgemeinschaft. Manchmal entstehen sie auch im vorauseilenden Gehorsam, wie man am Goethe-Gymnasium in Schönefeld sehen kann.

 

Unser Antrag will den Schulen die Wahlmöglichkeit lassen, ob sie die Schulform in den Namen mit aufnehmen will oder nicht.  Wir haben hier schon etliche Male über die Beteiligung von Eltern, Lehrkräften und Schülern an Baumaßnahmen diskutiert. Auch Schulnamen erfahren neben einer breiten Beteiligung häufig eine emotionale Debatte.

 

Das Argument, Schulnamen müssten einheitlich sein, hat für unsere Fraktion noch niemand überzeugend begründet. Was gewinnen wir durch die Einheitlichkeit? Zumal das Goethe-Gymnasium ganz offiziell ausbricht.

 

Ich will nicht verschweigen, dass es derzeit weitaus wichtigere schulpolitische Debatten gibt, die unsere ganze Aufmerksamkeit erfordern. Aber ich will auch nicht verschweigen, dass wir auf ein hohes Maß an Eigenverantwortung setzen. Die Schulkonferenzen sollen entscheiden, ob sie die Schulform in den Schulnamen aufnehmen will oder nicht. Auch das ist Bürgerbeteiligung, die wir akzeptieren müssen.

 

Sorgt die Schulform im Namen für soziale Segregation? Nein, es gibt andere Faktoren, die für den schulischen Erfolg eine weitaus größere Rolle spielen. Aus unserer Sicht ist ein Faktor, dass sich die Schulen ein eigenständiges Leitbild geben. Beim Namen wollen wir dem nicht im Weg stehen.