Heizpilze: CDU gegen Verbotsaktionismus

Achim Haas

Achim Haas

Verwaltungsausschuss; FA Umwelt und Ordnung; Rechnungsprüfungsausschuss

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren Beigeordnete, verehrte Stadträte,  liebe Besucher.

Pünktlich zur Hitze des Sommers erreicht uns der Antrag von GRÜNEN und LINKEN „Verbot der Heizpilze“ in Leipzig im öffentlichen Raum.

Was ist denn so ein Heizpilz überhaupt und was macht er, ja wie sieht er denn aus?

Schauen wir doch mal hin, zu so einem „BURNY 13 kw eco“.

Es sind elegante Geräte. Gefertigt aus glänzendem Edelstahl. Die Hälse schwanenschlank, die Köpfe rot glühend.

Reflektorschilde, die an breitkrempige Damenhüte erinnern, runden das optische Bild ab.

Und im dicken Fuß ist die Gasflasche versteckt.

Ja, er genehmigt sich 1 Kilo Gas pro Stunde, aber er schenkt dafür mollige Wärme.

Ist der Heizpilz ein Killerpilz oder gar ein Giftpilz ??

Hier stellt sich die Frage:

Ist der vielgescholtene Wärmestrahler auch für etwas nützlich?

JA!  Er ermöglicht es, in der kalten Jahreszeit in unserem Leipzig ein mediterranes Lebensgefühl zu spüren.  Es gilt als Zeichen von Freiheit und Freude,  in Straßencafes sitzen zu können.

Nun hat die Umwelthysterie auch die Heizpilze erfasst. Die Wärmestrahler haben ihren Ruf als Klimakiller weg so, als ob die ganze Stadt mit einer Heizdecke überzogen wird.

Wie sind die Fakten?

In Leipzig haben von 2500 gastronomischen Betrieben etwa 500 einen der so geliebten Freisitze. Laut DEHOGA haben wir 500 Wärmestrahler in unserer Stadt, wovon die Hälfte im Winter zum Einsatz kommt.

Ein Verbot würde vielen Gastronomen die Chancengleichheit nehmen. In der City, aber auch in Konkurrenz zu anderen Kommunen.

In tourismusaffinen Städten zählt es zur Normalität, sich lieber draußen als drinnen aufzuhalten.

Aus Sicht der CDU Fraktion ist wichtig, dass auch die Leipziger Innenstadt für Besucher und Einheimische interessant bleibt.

Wettbewerbsverzerrende Maßnahmen lehnen wir ab.

Hier sollte vielmehr der Wille im Vordergrund stehen, gemeinsam mit Stadt und DEHOGA durch Aufklärung das Umweltbewusstsein zu schärfen.

Wirtschaftliche Interessen sowie der Blick auf unsere Umwelt, dürfen sich nicht zum Nachteil auswirken egal für welche Seite.

Aber der Ruf nach Verboten ist schnell. Verbotsaktionismus verkauft sich eben gut.

Aber wir wollen das Problembewusstsein in den Focus rücken.

Wir als CDU sind gegen diesen Verbotsaktionismus.

Nur  mal so erwähnt: Graffiti wird in Leipzig verharmlost. Mit Sprühgasen aus tausenden von Farbdosen belasten wir unsere Umwelt.

Wo bleibt denn da ihr Verbotsantrag, liebe Stadtratskollegen?

Die CDU Fraktion ist für ein liebens- und lebenswertes Leipzig und wird den Antrag ablehnen.

Daher wird die CDU Fraktion den Verwaltungsstandpunkt sich zu eigen machen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit