CDU-Fraktion will Antidrogenprojekt „Revolution Train“ nach Leipzig holen.

Karsten Albrecht

Karsten Albrecht

Jugendhilfeausschuss; FA Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule; BA Jugend, Soziales, Gesundheit

Die Stadtverwaltung soll sich beim Träger des Drogenpräventionsprojektes „Revolution Train“ um einen Aufenthalt des Antidrogenzuges „Revolution Train“ in Leipzig bewerben und die dafür notwendigen Voraussetzungen klären. Das will die CDU-Fraktion vom Stadtrat beschließen lassen.
Fraktionsvorstandsmitglied Karsten Albrecht dazu: „Die Entwicklung des Drogenkonsums, besonders bei Jugendlichen, ist besorgniserregend. Wir sind der Meinung, dass der innovative und ganzheitliche Ansatz des „Revolution Train“ auch in der besonders stark von Drogenproblemen betroffenen Stadt Leipzig zum Einsatz kommen sollte.“

„Revolution Train“ ist ein in der Tschechischen Republik ansässiges innovatives Drogenpräventionsprojekt, das insbesondere Kindern und Jugendlichen emotional eindrucksvoll und überzeugend die Risiken und Gefahren von Drogen vermittelt und ihre Motivation für einen drogenfreien Lebensweg stärkt.
Träger ist der gemeinnützige Stiftungsfonds Nove Cesko mit Sitz in Prag.
Der „Revolution Train“ ist ein multifunktional und multimedial ausgestatteter Eisenbahnzug mit interaktiven Besucherprogrammen, die mit Hilfe der 5D-Technologie alle Sinne der Besucher ansprechen.  Im Zug werden Orte nachgestellt, die für das Thema Drogensucht relevant sind, z.B. ein Autounfall und ein Gefängnis. Die zumeist jugendlichen Besucher verfolgen u.a. die Geschichten von Altersgenossen, die drogenabhängig geworden sind und werden aufgefordert, sich zu entscheiden, wie sie sich in Krisensituationen verhalten würden. Auch werden sie ermutigt, sich dem Druck von Altersgenossen zu widersetzen.

Hauptzielgruppen sind Schulklassen und Familien mit Kindern. Für Schulklassen besteht die Möglichkeit, mit den Lektoren des Zuges ihren Besuch nachzubereiten und so die gewonnene Motivation für ein drogenfreies Leben zu vertiefen.
Auch Firmen können die Programme des Zuges für ihre Gesundheitsprävention nutzen.
Der Pilotbetrieb des Antidrogenzuges begann 2015. Die erste große Tour führte im Frühjahr 2016 durch das nördliche Böhmen. Es folgten im Herbst 2016 und Frühjahr 2017 Touren durch die sächsische Erzgebirgsregion und im Herbst 2017 durch das östliche Bayern.
Der Haupteinzugsbereich ist somit die tschechisch-sächsisch-bayrische Grenzregion, also genau die Region, die besonders von der aktuell grassierenden Crystal-Sucht betroffen ist.
Im Rahmen eines Tagespauschalsatzes bietet der Betreiber unter anderem an: Überführen, Abstellen und Bewachen des Zuges am vereinbarten Ort; Durchführung der je 90-minütigen Präventionsprogramme mit qualifizierten deutschsprachigen Moderatoren; Organisation der Schulklassenbesuche und umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit.

 

Vertiefende Informationen unter: www.revolutiontrain.cz/de