CDU will SED-Oberbürgermeister nicht im Rathaus hängen sehen – Tornau: „Unrecht darf nicht im Nachgang legitimiert werden.“

Frank Tornau

Frank Tornau

Verwaltungsausschuss; FA Wirtschaft und Arbeit

Die CDU-Fraktion Leipzig lehnt das Ansinnen der Linken ab, alle Oberbürgermeister aus der SED-Zeit im Neuen Rathaus mit Kurzbiografie vorzustellen.

„Diese Oberbürgermeister wurden vom SED-Unrecht in ihr Amt gehoben und mussten sich niemals einer freien Wahl stellen.

Aber es ist richtig, den demokratisch gewählten Oberbürgermeistern zu gedenken. Alles andere wäre eine nachträgliche Legitimation des SED-Unrechts, so wie es die Linke nun fordert.“, so Fraktionschef Tornau.

Die Debatte um das Portrait von Erich Zeigner zeigt, dass die Stadt Leipzig eine klare Haltung bei der Aufarbeitung das Unrechts von sowjetischer Besatzungsmacht und anschließender SED-Herrschaft braucht.

„Was wir nicht brauchen, ist eine Erinnerungstümelei der Linken, die ihre SED-Vergangenheit bis heute nicht wahr haben wollen und sich allzugern als moderate Partei inszenieren. Allerdings zeigt auch diese Debatte, dass die Truppe von Herrn Pellmann nicht im demokratischen Staat angekommen ist.“, so Tornau abschließend.