Mögliche Verkehrslösungen in der Jahnallee ergebnisoffen prüfen

Dr. Sabine Heymann

Dr. Sabine Heymann

Verwaltungsausschuss; Grundstücksverkehrsausschuss; FA Stadtentwicklung und Bau

Ja es ist nicht angenehm in der deutlich lebendiger gewordenen Jahnallee mit dem Fahrrad zu fahren. Doch Unfallschwerpunkte liegen in der Jahnallee eigentlich an anderen Stellen. So ist es deutlich schwieriger sich stadteinwärts vom Radweg in den fließenden Verkehr auf dem Waldplatz einzufädeln und dabei den abbiegenden Verkehr in die Friedrich-Ebert-Str. zu überleben. Hier hätte schon längst mit einer eigenständigen Fahrradampel, die die Fahrradfahrer im Pulk hinter Straßenbahn vor dem motorisierten Verkehr fahren lässt, Abhilfe geschaffen werden können.

Nach Sanierung der Jahnallee, auch eine Belastungsprobe für die alteingesessenen Händler, mussten sich diese erheblich umstellen, da die Zahl der Laufkundschaft nachließ durch die Verschiebung der Haltestellen. Davon konnten sich die Händler am Waldplatz bis heute nicht erholen. Die Schließung der Läden und häufige Mieterwechsel zeigen dies.

Was würde das im Verwaltungsstandpunkt beschriebene, so gar nicht ergebnisoffene, Vorgehen bedeuten?

Die weitere Verschiebung von Kurzparkplätzen in die Nebenstraßen wird einen deutlichen Eingriff in das in der letzten Sitzung beschlossene Konzept zum Bewohnerparken nach sich ziehen, denn damit reduziert sich die Zahl der Parkplätze für die Anwohner.

Es wird suggeriert, dass die Andienung für die Gewerbetreibenden auch fast vollständig anders organisiert werden könnte. Allein das Wörtchen „fast“ sagt es schon. Entweder wird es deswegen keinen Fahrradschutzstreifen geben oder unvorschriftsmäßiges Halten wird herausgefordert oder die Geschäftstätigkeit muss aufgegeben werden. Das ist dann das Ende der Geschäftsstraße, deren Spezialgeschäfte ihre Kundschaft eben nicht nur in den angrenzenden Vierteln suchen.

Wir stimmen darum dem Antrag der Fraktion der Freibeuter zu, um den Strauß der Optionen zu vergrößern. Wir lehnen den Vorschlag des Petitionsausschusses ab, da er die Lösung vorwegnimmt und damit der Austausch mit Anliegern im Sinne des Verwaltungsstandpunktes obsolet wird.

Darüber hinaus erwarten wir von der Verwaltung ein tatsächlich ergebnisoffenes Verfahren, welches auch weitere verkehrsorganisatorische Lösung im Umfeld der Jahnallee in den Blick nimmt.