Sonntagsöffnung von Verkaufsstellen

Rede von Stadtrat Karsten Albrecht in der Ratsversammlung am 25.02.2015

Feiern ist nicht kaufen
Diese Rede wurde wegen der sehr fortgeschrittenen Zeit verkürzt wiedergegeben. Die CDU hat es erreicht das eine Ausweitung der Verkaufsoffenen Sonntage abgelehnt wurde.
Das Grundgesetz schützt den Sonntag, dort heißt es in Artikel 140: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt.“

Der Sonntag stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Eine Maschine benötigt keine Pausen. Der Mensch benötigt sie und soll daran erinnert werden.

Warum sollen wir für ein Oktoberfest oder ein Stadtfest ausnahmen machen. An diesen Tagen soll bitte gefeiert werden. Feiern ist nicht kaufen.

Ausnahmen die dann als nächster Präzedenzfall genutzt werden, weil wir vielleicht ein anderes Stadtteilfest haben, oder das Oktoberfest jedes Jahr stattfinden soll, wollen wir nicht zulassen.

Wir benötigen Feiertage und einen Rhythmus in unserem Leben. Freie Zeiten und planbare freie Tage sind für die Gesundheit von uns Menschen notwendig. Geregelte Freizeit schafft soziale Kontakte außerhalb der Arbeitswelt und mit einen guten Hobby – Ausgleich.

Das immer weitere ausdehnen von Sonntagsarbeit über die Notwendigkeiten hinaus (z.B. Straßenbahnfahrer, Ärzte u.a.) tut unsere Stadtgesellschaft nicht gut. Kann es sein, dass unsere zunehmenden psychischen Krankheiten oder der zunehmenden Unfähigkeit Familie zu leben und Kinder zu erziehen, auch damit zu tun haben kann?

Eine ifo Umfrage ergab: 52 % sind gegen Sonntagsarbeit. 21% dafür, 12% für zeitlich begrenzte Öffnungszeiten und der Rest gibt keine Auskunft. Momentan haben wir 4 Verkaufsoffene Sonntage im Advent. Ich bin dafür diese Zahl zu verringern und nicht 2 Tage mehr zu genehmigen.