CDU für Fahrradmarkt auf der Alten Messe

Stadträtin Dr. Sabine Heymann zum Bebauungsplan für einen Fahrradfachmarkt auf der Alten Messe

Die Alte Messe entwickelt sich nur langsam aber stetig. Viele Bedingungen sind dabei zu beachten:
die Förderung des Clusters Biotechnologie und Lifescience die Refinanzierung der Erschließung durch Grundstücksverkäufe der Denkmalschutz einzelner Hallen und des Ensembles
Dieser Quadratur des Kreises wird die Ansiedlung eines Fahrradfachmarktes gerecht, auch wenn es sich letztlich „nur“ um ein Einzelhandelsunternehmen handelt.

Die Diskussion um die Parkplätze ist dabei nur als Spiegelfechterei zu bezeichnen. Der Denkmalschutz verlangt, dass der Blick auf die Halle 15 unverbaut bleibt. Also hat man nicht die Alternative den Vorplatz sozusagen wertiger zu nutzen als mit einer parkähnlichen Gestaltung. Genau dies wird im vorliegenden B-Plan vorgeschlagen. Unter Bäumen ordnen sich Parkplätze ein. So entsteht ein Freiraum, der mit und ohne parkende Autos seine Qualität entfaltet.

Die noch weitere Reduzierung der Parkplätze beruht ja auf der irrigen Annahme, dass man ein Fahrrad nicht mit einem Auto kaufen würde. Wie sollen aber bitte Großeltern das Kinderrad des Enkels transportieren. Wie soll das nicht in jedem Fall verkehrstaugliche Mountainbike oder Rennrad nach Hause kommen? Und dann noch der Spaß mit der Tiefgarage: Letztlich müsste eine Tiefgarage gebaut werden, die Einfahrtshöhen von bis zu 4m hat, um von PKW´s mit Dachgepäckträgern und Fahrrädern befahren werden zu können. Ein Aufwand, der nicht darstellbar ist.

Und letztlich noch die Idee, der Kunde möge doch auf andere untergenutzte Parkplätze ausweichen. Dies blendet drei Dinge aus:
den rechtlichen Aspekt: es wird ein Grundstück entwertet, wenn dort der Mindestparkraumbedarf nicht abgewickelt werden kann und es werden die Grundstücke belastet, die diesen Parkraumbedarf aufnehmen sollen – Aspekte die nur privatrechtlich geklärt und nicht öffentlich-rechtlich gefordert werden können.
der scheinbar ungenutzte Parkraum: es handelt sich bei Porta, auf dessen Parkplatze man hierbei schaut, um eine Interimssituation. Ein guter Teil der Flächen verschwindet, sobald, und das zeichnet sich wohl ab, die beabsichtige Bebauung erfolgt.
der Kunde: natürlich möchte und soll er bei allen Witterungen möglichst nah an das Ziel seiner Wünsche kommen. Anderen Falls wird dann genau der entscheidende Fehler gemacht, der die mit dem Umzug des Fahrradmarktes von NovaEventis mitziehenden Kunden dann doch wieder auf die grüne Wiese treiben kann.
Was erreichen wir mit der Geschäftsverlagerung des Fahrradmarktes in die Stadt Leipzig:
die Stärkung unser Funktion als Oberzentrum
die potenzielle Reduktion des motorisierten Individualverkehrs zu diesem Geschäftszweck, da die bisherigen Leipziger Kunden nun auch die Chance haben mit Bahn und natürlich auch mit Fahrrad ihr Ziel zu erreichen.
Verbesserung der Angebote für Fahrradneulinge, die eben nicht zuerst zum Fahrradschrauber um die Ecke gehen
und es zieht ein Ausbildungsbetrieb in die Stadt, der von seinen Azubis dann endlich auch per ÖPNV oder Fahrrad erreichbar ist

Werte Kolleginnen und Kollegen Stadträte, wenn Sie es wirklich ernst meinen mit
Denkmalschutz
Minimierung von Flächenverbrauch durch Nachnutzung von Bestandsgebäuden
mehr Bäumen in unserer Stadt
Förderung des Radverkehrs
dann stimmen Sie für den vorliegenden Auslegungsbeschluss des B-Planes „Fahrradfachmarkt auf der Alte Messe“.