Entsorgung von Kunststoffabfall in Siedlungen der Stadt Leipzig

Stadtrat Falk Dossin in der Ratsdebatte zum „Gelben Sack“

Vor einigen Jahrzehnten startete man die Entsorgung des Kunststoffabfalles als vorübergehende Lösung mit gelben Säcken. Dieses Provisorium sollte eigentlich nur wenige Jahre anhalten. Aber wir immer im Leben sind die provisorischen Lösungen jene, welchen ewig halten.

Wenn man an den Gegebenheiten nichts ändert. Genau dies ist aber bei der Entsorgung des Plastiksmülls durch gelbe Säcke der Fall. Den diese Säcke sind ein gutes Beispiel für gelebte Materialökonomie. Den Anfangs waren diese stabil und gut verschließbar und heute sind diese schlecht verschließbar, dünn und schnell reißbar. Die Säcke sind genau nach DIN gebaut, aber was nützt dem Sackfüller eine DIN, wenn die Säcke trotzdem reißen und man diese mit dem sprichwörtlichen Samthandschuh anfassen muss.

Was vor Jahren nicht passierte kommt heute leider öfter vor. Leipziger Siedler müssen Ihren Müll zwei mal einpacken. Entweder man braucht einen Zweiten Sack, weil der erste beim einpacken oder tragen gerissen ist oder aber man findet seinem Müll früh Morgens  zerstreut  auf der Straße wieder. Die Gründe hierfür sind viele möglich:  Wildtiere, die Hunger haben, Wind, starker Regen oder Hakel, Auto drübergefahren und einiges mehr

Nachvollziehbar, das dies Unmut bringt und einige betroffene Haushalte / Gebiete bereits angefragt haben ob eine Umstellung möglich wäre.

Wir als CDU wollen, das die Siedlungsgebiete befragt werden bzw. die Befragung die bereits passiert sind zu nutzen um den demokratischen Willen der Gemeinschaften vor Ort in die Verhandlungen der Stadt mit dem Dualen System einzubinden.

2019 endet der alte Vertrag und ein neuer startet – hier hat die Verwaltung die Chance diesen auf die Bedürfnisse der Bürger unserer Stadt anzupassen. Änderungen die vorher schon möglich wären aber mit Kosten für die Stadt verbunden sind, wird die Verwaltung uns als Rat nochmal zur Abwägung vorstellen.

Für die Siedlungen, die sich aus unterschiedlichen Gründen mit einer deutlichen Mehrheit für den verbleib der gelben Säcke entscheiden ändert sich nichts.

Zwei kleine redaktionelle Änderung haben wir aber noch:

– unter Punkt 2: Nicht 2/3 der angeschlossenen Grundstücke sondern 2/3 der abgegeben Stimmen muss es heißen

– unter Punkt 2 b: Hier soll nicht nur mit dem DSD verhandelt werden sondern natürlich auch mit allen anderen Partnern.

Ich bitte Sie als Stadtrat sich für diese einmalige Bürgerbefragung zu erwärmen und uns ein positives Votum zu geben.