Heymann: “Schwung aus Bürgerbeirat in Wettbewerbsprozess mitnehmen!” 

Dr. Sabine Heymann

Dr. Sabine Heymann

Verwaltungsausschuss; FA Stadtentwicklung und Bau

Neuer Anlauf für Freiheit- und Einheitsdenkmal

Mit der klaren Entscheidung für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal und für den Wilhelm-Leuschner-Platz nimmt der Prozess für ein Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal einen neuen Anlauf. Als entscheidenden Schritt auf diesem Weg sieht die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Leipziger Stadtrat, Dr. Sabine Heymann, die Einberufung eines Bürgerbeirates. Dieser hatte sich zu Beginn des Jahres klar auf Denkmal und Standort verständigt.  

“Die Einsetzung eines Bürgerbeirates, bestehend aus zufällig ausgewählten Bürgern unserer Stadt mit ganz unterschiedlichen Biografien, unterschiedlichen Erfahrungen und in gänzlich verschiedenen Lebensabschnitten war ein voller Erfolg! Schließlich haben wir damit einerseits ein klares Bekenntnis für ein Denkmal und wir haben auch ein klares Bekenntnis für den Wilhelm-Leuschner-Platz als Standort. Als CDU-Fraktion haben wir das Denkmal immer gefordert und sind dementsprechend froh, dass es nun endlich weitergeht. Der Bürgerbeirat war hierfür ein kraftvolles Signal, das uns aus einem bisher verkorksten Prozess befreien und dem Denkmal, dem durch die Fehlschläge der Vergangenheit bereits Makel anheftete, neue Akzeptanz in der Bevölkerung verleihen kann.” 

In einem Wettbewerbsverfahren soll nun die Gestaltung des Denkmals geklärt werden. Das Konzept für die Ausschreibung soll bis zum Herbst vorliegen.  

“Da nunmehr die Frage des Standortes endgültig geklärt ist, können wir uns auf die Gestaltung konzentrieren. Welche Botschaft soll das Denkmal vermitteln? Aus meiner Sicht müssen hier die Ereignisse, die zum Umschwung und zur Friedlichen Revolution geführt haben, zu nennen sei hier etwa die Friedensdekade, mit betrachtet werden. Die grundlegenden Werte wie Freiheit und Bürgerlichkeit als Antriebsmotoren der Revolution müssen ebenso Beachtung finden wie die hervorstechende Rolle Leipzigs innerhalb des gesellschaftlichen und politischen Umsturzprozesses. Nicht zuletzt muss natürlich eine Brücke in die Gegenwart geschlagen werden: Einerseits leben wir ja noch heute im Genuss der erkämpften Freiheitsrechte, andererseits ist es aber auch wichtig, die Bedeutung der Friedlichen Revolution gerade den jüngeren Generationen zu vermitteln. Das alles künstlerisch und architektonisch anspruchsvoll zu verbinden, wird nochmals eine große Aufgabe, die der Bedeutung des zu würdigenden Anlasses aber auch gerecht wird und in die wir mit dem Schwung aus dem Beiratsprozess eintreten wollen”, so Dr. Heymann.