Weickert: „Sachlichkeit muss oberstes Gebot sein!“

CDU-Stadtrat fordert Ende der ideologiegeladenen Debatten

Die Arndtstraße bleibt die Arndtstraße. Was der Leipziger Stadtrat im letzten Jahr bereits beschlossen hatte, hat nun eine eigens einberufene Kommission nochmals fachkundlich bestätigt.

Ebenso bleiben Ernst Pinkert und Friedlich Ludwig Jahn Namensgeber von Straßen im Leipziger Stadtbild. Die Expertenkommission setzt der Diskussion um die Namensgeber damit ein Ende.

Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Kulturpolitiker Michael Weickert:

„Ich bin froh, dass wir nun zusätzlich die Bestätigung der Wissenschaft haben. Aber: Hätte es dieses Aufwands und der Unklarheit für die Anlieger wirklich bedurft? Für uns war immer klar, was die Experten nun bestätigt haben. Wir brauchen und wollen keine ideologischen Umbenennungen von Straßen! Sachlichkeit in der Rezeption muss oberstes Gebot sein! Hier allerdings ist die Stadtverwaltung um Bürgermeisterin Dr. Jennicke seit langem im Verzug. Der Zustand des Konzeptes zur Erinnerungskultur ist unbefriedigend. “


Aus dem Befund der Kommission verspricht sich Weickert Signalwirkung für künftige Diskussionen um die in Leipzig gelebten erinnerungspolitischen Leitlinien. Schließlich könne man aus der Auseinandersetzung um die Persönlichkeiten Arndt, Pinkert und Jahn auch Schlüsse für weitere Debatten ziehen.

„Wir haben schon immer argumentiert, dass man das Wirken der Straßennamensgeber im Kontext ihrer Zeit sehen muss und fühlen uns durch die Gutachten der Beratungskommission natürlich bestätigt. Das gibt uns wenigstens ein klein wenig Zuversicht, dass Rationalität Einkehr hält und uns hochemotionale, aber wenig sachliche und schließlich ergebnislose Diskussionen wie etwa um die Arndtstraße oder sogar rufschädigende Debatten wie zuletzt um den Leipziger Zoo künftig entfallen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!“, so Weickert.