Neues aus Leipzig / 10. Juli 2026

Jugendnotdienst Grünau in Not

Der Leipziger Jugendnotdienst befindet sich in einer schweren Krise. Wegen Überlastung, Gewaltvorfällen und psychischer Belastung meldeten sich Ende Juni sieben von 18 Mitarbeitern krank, weshalb die Einrichtung vorübergehend schließen musste.

Mitarbeiter berichten von dauerhaft überbelegten Plätzen, aggressiven Jugendlichen, Sachbeschädigungen, Bränden, Angriffen auf Personal und häufigen Polizeieinsätzen. Besonders fatal war die Reduzierung des Sicherheitsdienstes durch die Stadt Leipzig.

Die Stadt leitet nun Gegenmaßnahmen ein. Einige Jugendliche wurden anderweitig untergebracht, zusätzliches Personal soll entlasten und ein Krisenplan wurde umgesetzt. Langfristig sind neue Hilfsangebote und spezialisierte Einrichtungen für Jugendliche mit komplexen Problemlagen geplant. Der Jugendnotdienst ist seit Montag wieder geöffnet, die Lage bleibt jedoch angespannt. 

 

Stauchaos durch Baustellen

Leipzigs Autofahrer sind derzeit durch mehrere gleichzeitige Baustellen und Sperrungen stark belastet. Rings um den Hauptbahnhof geht seit Tagen fast gar nichts mehr, die B2-Maximilianallee ist auf einer Fahrspur dicht, die B87 in Taucha ist gesperrt, die Harkortstraße ist zu und demnächst auch noch die Eisner-Straße. Ein Chaos mit Ansage. Und wie jedes Jahr erklärt das für die Planung zuständige Mobilitäts- und Tiefbauamt, dass es keine Schuld daran hat.

 

Könneritzbrücke für ein Jahr geschlossen

Autofahrer im Leipziger Westen müssen sich erneut auf längere Verkehrsbehinderungen einstellen. Seit dem 8. Juli laufen Bauarbeiten an den Wasserleitungen im Bereich der Könneritzbrücke in Schleußig, genauer an der Einmündung der Anton-Bruckner-Allee. Die Arbeiten sollen bis Ende April 2027 dauern.

Während der gesamten Bauzeit ist der Abschnitt der Könneritzstraße zwischen Anton-Bruckner-Allee und Könneritzbrücke für Autos und Motorräder gesperrt. Fußgänger können die Baustelle passieren, Radfahrer jedoch nur im ersten Bauabschnitt bis Mitte September.