Neues aus Leipzig / 10. August

„Feuerland“ im Zoo eröffnet am 1. September

Die neue Wasserwelt „Feuerland“ im Zoo soll nach mehr als fünf Jahren Bauzeit am 1. September eröffnet werden. Bereits eingezogen sind erste Tiere, darunter Seelöwen und Humboldtpinguine. Bis zur Eröffnung sollen noch 70 Pinguine nach Leipzig kommen.

Die 10.000 Quadratmeter große Anlage bietet unter anderem einen über 100 Meter langen Unterwassertunnel, ein Fünf-Millionen-Liter-Becken, Felslandschaften, Strandbereiche und eine Tribüne für Seelöwen-Trainings.

Der Bau hatte sich wegen der Corona-Pandemie, steigender Baukosten und Lieferengpässen deutlich verzögert. „Feuerland“ ist Teil des Projekts „Zoo der Zukunft“, das den Leipziger Zoo umfassend modernisiert. Die Kosten für die Themenwelt sowie die noch ausstehenden „Asiatischen Inselwelten“ stiegen von 62 auf 84 Millionen Euro. Die Fertigstellung des gesamten Masterplans ist für 2030 vorgesehen.

 

Flughafen mit besserem Drohnenschutz

Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Die Bundespolizei setzt ein spezielles Radarsystem zur Drohnenerkennung ein, das Flugobjekte über mehrere Kilometer verfolgen kann.

Die Drohne war nahe ukrainischer Transportflugzeuge entdeckt und von einem Mitarbeiter unschädlich gemacht worden. Zudem kollidierte ein Flugzeug möglicherweise mit einer zweiten Drohne. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts eines schweren Angriffs auf den Luftverkehr.

 

Leipziger Tafel in Schwierigkeiten

Die Leipziger Tafel versorgt monatlich rund 23.000 Menschen mit Lebensmitteln, steht jetzt aber selbst unter starkem finanziellen Druck. Während die Zahl der Bedürftigen steigt, nehmen Lebensmittel- und Geldspenden ab. Gleichzeitig erhöhen sich die Ausgaben für Müllentsorgung, Treibstoff, Strom und Instandhaltung.

Wegen der hohen Nachfrage gilt bereits ein Aufnahmestopp. Die Stadt plant nun als Entlastung eine Zusammenarbeit bei der Abfallentsorgung, weitergehende finanzielle Hilfen lehnt die Sozialbehörde bislang jedoch ab.

Per Petition wird eine noch größere Unterstützung durch die Stadt gefordert, etwa durch den Erlass von Müllgebühren und Zuschüsse für Transport und Lagerung. Die Tafel beschäftigt 20 Angestellte und wird vor allem von rund 100 Ehrenamtlichen getragen.