Wende in der Eigenheimpolitik

Seit Jahren geht die Zahl der neu gebauten Eigenheime in Leipzig kontinuierlich zurück. Hauptursache dafür ist vor allem der Mangel an verfügbaren Grundstücken. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 66 Kauffälle registriert – die zweitniedrigste Zahl seit 1996. Und das obwohl die Nachfrage nach Baugrundstücken ungebrochen hoch ist, was nicht zuletzt die anhaltende Abwanderung von Familien ins Umland zeigt.

Diese Nachfrage wird nun wieder durch die Stadt Leipzig bedient. Erstmals seit Jahren bietet die Verwaltung städtische Grunstücke zum Kauf an und nicht ausschließlich zur Erbbaupacht, die von vielen Interessenten abgelehnt wird. Insgesamt stehen 54 Grundstücke zur Verfügung, überwiegend im Nordosten der Stadt. Dies hat der Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen. Das ist ein großer Erfolg, auch für uns als CDU-Fraktion. Denn zugleich konnten wir verhindern, dass Käufer im Vorfeld des Erwerbs Energieeffizienzplanungen vorlegen müssen -  Unterlagen, die zu diesem Zeitpunkt häufig noch gar nicht erstellt sein können. Uns ist jedoch auch klar, dass es weitere Flächen für neue Eigenheime in Leipzig geben muss. Wie nötig sie sind, zeigt Folgendes: Die Grundstücksknappheit führte in den vergangenen zehn Jahren zu einer Verdoppelung der Preise auf über 300 Euro je Quadratmeter. Im Umland ist es noch deutlich günstiger.