Gedenkort 17. Juni entsteht

 Der 17. Juni 1953 prägt die Geschichte Leipzigs und der ehemaligen DDR: An diesem Tag wurde ein Volksaufstand mit Waffengewalt niedergeschlagen. Zahlreiche Menschen wurden getötet oder verletzt. Ihrer wird heute jährlich auf dem Südfriedhof gedacht. Doch der Gedenkort liegt in der äußersten Ecke der Anlage und wird dem historischen Ereignis auch gestalterisch in keiner Weise gerecht.

Wir haben als Fraktion, gemeinsam mit SPD und B90/Die Grünen, im Stadtrat beantragt, auf dem Südfriedhof einen würdigen Gedenkort zu schaffen. Er soll zwischen dem Nordtor und dem ehemaligen „Sozialistischen Ehrenhain“ entstehen, repräsentativ gestaltet sein und bewusstes Erinnern ermöglichen. Die Ratsversammlung stimmte dem Antrag zu. Zum 75. Jahrestag des Aufstandes im Jahr 2028 soll die Gedenkstätte eingeweiht werden.

Zur großen Verwunderung von uns Antragstellern teilte die Verwaltung mit, für das Vorhaben stünden keine Mittel zur Verfügung.

Die CDU-Fraktion wird in den laufenden Haushaltsverhandlungen beantragen, die erforderlichen Mittel für den geplanten Gedenkort bereitzustellen. Sollte sich dafür – wider Erwarten – keine Mehrheit im Rat finden, müssen wir weitere Möglichkeiten zur Realisierung prüfen, wie das Einwerben von Spenden.