Sozialarbeit effektiv ausbauen

Die Entwicklung der Jugendkriminalität in Leipzig gibt Anlass zur Sorge. Heranwachsende werden zunehmend in jüngerem Alter straffällig. Gleichzeitig zeigt sich immer wieder, dass Frühwarnmechanismen vielfach nicht ausreichend greifen, Zuständigkeiten nicht immer bekannt sind und notwendige Informationen die handelnden Stellen häufig zu spät erreichen.

Dabei verfügt die Stadt mit dem Jugendamt und dem Allgemeinen Sozialdienst über qualifizierte Fachkräfte und Unterstützungsstrukturen. Diese müssen jedoch frühzeitiger eingebunden werden.

Deshalb haben wir als CDU-Fraktion im Stadtrat eine stärkere Vernetzung aller beteiligten Akteure beantragt. Schulen, Schulsozialarbeit, Jugendamt und Polizei müssen relevante Informationen schneller austauschen und abgestimmter handeln können. Wo datenschutzrechtliche Unsicherheiten die Kommunikation behindern, sind praktikable Lösungen und politische Initiativen nötig.

Der Informationsfluss aller Beteiligten muss zum Wohl der Schwächsten der Gesellschaft, der Kinder, neu organisiert werden. Datenschutz geht nicht vor Kindeswohl! Alle rechtlichen Schranken müssen in Frage gestellt werden, um den Kindern mit geeigneten Hilfen, die früh erkennen, schnell reagieren und konsequent unterstützen, ein Leben außerhalb von kriminellen Strukturen zu ermöglichen. Die CDU-Fraktion setzt sich mit langem Atem dafür ein.